Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought

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Laudatio anlässlich der Verleihung des Ibn Rushd Preises für Freies Denken 2015 über Gefängnisliteratur an die palästinensische Autorin Aisha Odeh

Subhi Hadidi
27.11.2015

Eine der großen Ironien in der Geschichte der Beziehung zwischen Kreativität und Freiheit ist, dass viele Meisterwerke der Literatur in einer Atmosphäre geboren werden, in der der Autor keinesfalls über Freiheit verfügt, sondern sich im Gegenteil in völlig anderen Umständen befindet, das heißt unter der Last von Unterdrückung, Willkür und Tyrannei, genauer gesagt in Gefängnissen und Haftanstalten. Vielleicht beginnen die bekanntesten Beispiele der Gefängnisliteratur im westlichen Kulturerbe: bei Miguel de Cervantes mit seinem Meisterwerk „Don Quijote“, Marco Polo mit seinen Reiseberichten nach China, Martin Luther mit seiner Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache, Fjodor Dostojewski mit seinen vielen Werken, die während seines fünf Jahre dauernden Gefängnisaufenthalts einschließlich Zwangsarbeit in Sibirien geschrieben wurden, Antonio Gramsci mit seinen „Gefängnisheften“, Jean Genet mit seinem Roman „Notre-Dame-des-Fleurs“ und viele andere.

Was die arabische Literatur betrifft, so hat die Poesie als „größte Literatursammlung der Araber“ hervorragende Gedichtbeispiele hervorgebracht, die man mit Recht „Gefängnisgedichte“ nennen kann: von Tarafah ibn al 'Abd, Al-Munakhkhal Al-Yashkuri, Bishr Ibn Abi Khazim Al-Asadi, Abu Mahjan Ath-Thaqafi, al-Hutai'a, al-Farazdaq, ah-Shanfari, Abu Firas al-Hamdani, Al-Mu'tamid ibn Abbad, Abū t-Tayyib al-Mutanabbī und andere. Auch in der heutigen Zeit sorgen die tyrannischen Regime, die in den meisten Ländern der arabischen Welt regieren und die kreativen Schriftsteller in Gefängnisse und Haftanstalten werfen, dafür, dass wichtige literarische Werke entstehen. Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass es kaum noch einen arabischen Autor gibt, bei dem Gefängnis und Haft nicht thematisiert werden.

Die Gefängnisliteratur kann in verschiedene Schreibarten unterteilt werden, vor allem aber in drei:


Die erste Schreibart ist die Literatur, die die Erfahrung der Haft behandelt, ohne dass der Autor diese Erfahrung selbst gemacht hat. Sie entsteht auf der Grundlage der persönlichen Fantasie oder einer oder mehrerer Erfahrungen realer Personen, von denen er gehört hat. Oder es ist eine Mischung aus beiden, Realität und Fantasie. Selbstverständlich zeichnen sich viele Beispiele dieser Art durch ein hohes Maß an menschlicher Ehrlichkeit, Empathie und erzählerischer Kunstfertigkeit aus, dass sie mit jenen tatsächlichen Erfahrungsberichten mithalten können oder sie gar übertreffen. Es gibt viele Beispiele hierfür, ich kann hier nur einige zur Veranschaulichung nennen: Naguib Mahfouz mit seinem Roman „Karnak“, Abdul Rahman Munif mit seinem Roman „Östlich des Mittelmeers“; Fadhil al-Azzawi mit seinem Roman „Die fünfte Festung“, Ghalib Halasa mit seinem Roman „Die Frage“, Tahar Ben Jelloun mit seinem Roman „Das Schweigen des Lichts“, Nabil Suleiman mit seinem Roman „Gefängnis“ Turki al-Hamad mit „Al-Karadib“ sowie Ibrahim Abdel-Meguid mit „Alexandria in einer Wolke“.

Die zweite Schreibart ist die Literatur, die auf persönlicher Gefängniserfahrung beruht, aber der Autor erzählt sie nicht mit der Absicht zu registrieren und zu dokumentieren wie in einer Autobiografie, sondern er vermengt die persönliche Gefängniserfahrung mit Elementen der Fantasie, der Handlungsstruktur und Zeichnung diverser Charaktere, weil er anstrebt, ein fiktives Werk zu schreiben. Wenn es wahr ist, dass diese Art des Schreibens nicht die am häufigsten verbreitete unter der Gefängnisliteratur ist, so kann das sein, weil sie die schwierigste und mühevollste ist. Sie zieht die Aufmerksamkeit kritischer Studien und Hochschulschriften auf sich aufgrund ihres kreativen Potentials und der Vielseitigkeit der Blickwinkel, aus denen man ihre künstlerische Konstruktion betrachten kann. Auch hier möchte ich ein paar Namen nur als Beispiel nennen: Sonallah Ibrahim, der 2004 den Ibn Rushd Preis für Freies Denken erhielt, mit seinem Roman „Jener Geruch“, Mustafa Khalifa mit seinem Roman „Die Kapsel“, das Werk, für das Khalifa den zweiten Ibn Rushd Preis in diesem Jahr erhält, Haifa Zangana mit ihrem Roman „In den Fluren der Erinnerung“, Salah ad-Din al-Wadi‘ mit seinem Roman „Der Bräutigam“; Abraham Samuel mit seinem Roman „Der Geruch der schweren Schritte“, sowie Imad Shiha mit seinem Roman „Ersehnter Tod“.

Die dritte Art des Schreibens ist der dokumentarische Gefängnisroman, der auf persönlicher Erinnerung beruht, um die Erlebnisse im Gefängnis zurückzurufen – von der Einzelhaft, den Mitgefangenen, den Gefängniswärtern, dem Sicherheitsapparat bis zu der in vielen Fällen beschriebenen Folter, deren Methoden und den verschiedenen Formen des Leidens. Das bedeutet natürlich nicht im Geringsten, dass diese Art des Schreibens nicht auch sprachlich qualitativ hochwertig sein kann. Das Gegenteil mag der Fall sein, insbesondere, wenn der Gefangene in der Literatur bewandert ist und Schreiberfahrung hat und in der Lage ist, banale Vorfälle im Gefängnis sprachlich großartig darzustellen. Damit erwirkt er erfolgreich ein tieferes Erforschen der Ursachen für Schmerz und Hoffnung. Psychische Widersprüche zwischen den verschiedenen Charakteren und menschlichen Typen innerhalb des Gefängnisses werden effektiv dargestellt. Es gibt auch hierfür viele Beispiele: ausgehend von Aisha Odeh, Gewinnerin des ersten Ibn Rushd Preises 2015, Ahmed Marzouki, der auch in diesem Jahr mit dem 2. Ibn Rushd Preis ausgezeichnet wird für seine Autobiografie „Tazmamart: Zelle No. 10“, einschließlich Beispiele wie Nawal El Saadawi mit ihrem Buch „Erinnerungen aus dem Frauengefängnis“, Abdellatif Laabi mit seinen Briefen aus dem Gefängnis „Chronik aus der Zitadelle des Exils“, Yassin Haj Saleh mit seinem Buch „Die Erlösung, Männer! 16 Jahre in syrischen Gefängnissen“, Aram Karbit mit „Abreise ins Unbekannte“, Mohamed Raiss mit seinen Memoiren „Von Shkirat nach Tazmamart, eine Hin- und Rückfahrkarte zur Hölle“ und andere.

Diese drei Schreibarten haben ein gemeinsames Merkmal: Sie beschreiben die Unterjochung des Gefangenen durch eine lokale autoritäre Tyrannenherrschaft im Herkunftsland des Gefangenen. Einige Werke der Gefängnisliteratur zeichnen sich durch einen anderen Kontext aus, der davon abweicht. Hier wird der Gefangene von einer ausländischen Macht unterdrückt, einer Kolonial- oder Siedlungsmacht. Das persönliche Leiden des Gefangenen nimmt die Position des nationalen Widerstands ein und bestätigt die Identität und wird damit zum Sprachrohr eines gesamten Volkes. In fast allen arabischen Ländern gibt es Beispiele für literarische Schriften, die die klassische Kolonialmacht zum Thema haben. Insbesondere gilt das für die Maghreb-Staaten, wo die politische Unterdrückung einher ging mit der kulturellen und sprachlichen. Der Schriftsteller, der über die koloniale Erfahrung schrieb, sah sich gezwungen, es in der Sprache des Kolonialherrn zu tun. Beispiele für eine siedlerische Kolonialherrschaft liefert uns die palästinensische Widerstandliteratur, wie die Werke von Tawfiq Ziad, Mahmud Darwisch, Samih al-Qasim nach der Nakba, sowie die Werke von palästinensischen Autoren in der Westbank und im Gazastreifen, entstanden in den israelischen Gefängnissen, wie die Werke von Mahmoud Shuqair, Ali al-Khalili, Akram Haniyyah, al-Mutawakkil Taha und andere zeigen.

Zur Gattung Gefängnisliteratur zählen auch jene Werke, die Gefangene verfassen, die keine politischen Gefangenen sind, sondern sogenannte „Gefangene des öffentlichen Rechts“, wie der geläufige Begriff ist, die aus verschiedenen, rechtlichen Gründen verurteilt wurden. Denn das Fehlen von nationalen oder politischen Motiven für die Haft nimmt ihm nicht das Recht, sich über seine schmerzvollen Erfahrungen zu äußern, und die Möglichkeit, literarisch und ethisch hochwertige Literatur zu schreiben. Auf der anderen Seite gibt es viele Schriftsteller, die sich literarisch mit dieser Art von Gefangenen auseinandergesetzt haben, aus der Fantasie des Romanciers heraus, ohne selbst die Erfahrung der Haft gemacht zu haben. Mit anderen Worten, es gibt Dutzende von Romanen, die die nicht-politische Gefangenschaft zum Thema haben, auch solche z.B., die die Geschichte eines Angeklagten erzählen, der unschuldig ist, oder die Geschichte eines Gefangenen, der aus unterschiedlichen zwingenden Umständen eine Straftat oder ein Kapitalverbrechen begeht, wofür er bestraft wird.

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Ich komme nun zu meiner Darstellung einiger wichtigen Merkmale der beiden Werke von Aisha Odeh, erste Trägerin des Ibn Rushd Preises für Freies Denken. Im Vorwort ihres zweiten Buches, „Der Preis der Sonne“, welches 2012 veröffentlicht wurde, sagt Odeh, dass ihr erstes Werk, „Träume von der Freiheit“, welches 2004 erschienen ist, unvollendet geblieben sei, und so sei ihr zweites Buch eine Ergänzung des ersten geworden und als Fortsetzung der Erzählung zu betrachten. Dies ist richtig, zumal der Stoff beider Bücher von Odeh in handgeschriebenen Heften zusammen notiert worden sind. Sie wollte sie jedoch nicht in dieser ursprünglichen – „trockenen, deklarativen und dokumentarischen“ Formulierung – herausbringen, wie sie sagt. Um ihren Traum zu erfüllen, bemühte sie sich, das Rohmaterial umzuschreiben „in eine Sprache, die so lebendig wie die Erfahrung selbst war, in der es um Kampf, Sieg und Niederlage ging, um Isolation, Erleuchtung und Eintauchen in das Innere der Seele, nicht um das ledigliche Erfassen von Ereignissen.“

Diese Option kann als Meilenstein betrachtet werden, weil Odehs Papiernotizen, die dokumentarisch begannen und noch der Niederschrift eines Zeitzeugnisses näher kamen, sich nunmehr zu einer ganz anderen Art des Schreibens entwickelten, nämlich zur Autobiografie, zur Literatur der Konfession und des Bekenntnisses im Allgemeinen und zur Gefängnisliteratur im Speziellen. An dieser Schwelle angekommen, ist der Erzählstoff Odehs nicht mehr nur eine politische, kämpferische oder juristische Dokumentation über Repression, Inhaftierung, Folter und israelische Besatzung, sondern ein literarisches Werk, das als solches mit allen verfügbaren Maßstäben der Literaturkritik fachlich bewertet werden kann. Aus literaturkritischer Perspektive beschreibt das Werk eine einzigartige Erfahrung in Standhaftigkeit und Widerstand. Im gleichen Maße, wie diese Schwelle den Mut der Autorin widerspiegelt, mit der sie den Leser und des öffentlichen Geschmacks literarisch konfrontiert, offenbart sich auch in ihr eine besondere tiefgründige Treue zu einer einzigartigen menschlichen Erfahrung, der Unrecht getan wäre, wenn sie in der Knechtschaft des rein Dokumentarischen, der einfachen Niederschrift und der Vereinfachung festgehalten worden wäre.

Vielleicht ist die Sprache die zweite Komponente, die den literarischen und den künstlerischen Unterschied ausmacht zwischen Odehs ersten Aufzeichnungen auf Papier und jenen, die sie neu formuliert hat und die zu Texten der Kapitel ihrer zwei Bücher „Träume der Freiheit“ und „Preis für die Sonne“ wurden. Ein wesentlicher Punkt ist hier zu betonen, nämlich Odehs Fähigkeit, die Lücke der acht Jahre, die die beiden Bücher voneinander trennt, zu überwinden, um eine enge Verbindung herzustellen – stilistisch, vom Wortschatz her und strukturell – vom Jahr 2004 und später bis zum Jahr 2012. Wenn man sich daran erinnert, dass Odeh bis zu dem Zeitpunkt keine professionelle Schriftstellerin war, obwohl sie im Jahr 2007 eine Sammlung von Kurzgeschichten und anderen Texten unter dem Titel „Ein anderer Tag“ veröffentlicht hat, dann sind diese sprachliche Ausgewogenheit und die literarische Ambition mit allem, was damit verbunden ist, dem Wechsel von Metaphern und den über das Berichten und Dokumentieren hinausgehenden, kreativen Sprachwendungen, der Mischung zwischen Umgangssprache und klassischer Hochsprache, den intertextuellen Bezügen aus Koran und Poesie, ein grundlegender analytischer Faktor, ihre Texte der Literatur zuzuordnen.

Odeh schreibt beispielsweise: „Nach einer Stunde oder zwei begannen wir zu gähnen. Die Zeit verging langsam, als würde sie nicht voranschreiten. Sie gähnte, ihren Mund weit öffnend, hungrig wie ein leerer Behälter. Wir fanden nur Geschichten und Erinnerungen, die wir ihr häppchenweise zuwarfen, um ihren Hunger zu stillen.“ An einer anderen Stelle schreibt sie: „Ich fühlte die Erde mit meinen Füßen. Ich fühlte ihre Vertrautheit, und dass meine Füße ihre Freiheit feierten, denn da war nichts, das ihre Bewegungsfreiheit einschränkte. Alles in mir war frei. Ich tanzte Dabka und machte akrobatische Bewegungen, um die Freiheit all meiner Glieder zu bestätigen, es war fantastisch!“. In einem dritten Beispiel schreibt sie: „ Mit diesen Herausforderungen gewann die düstere Farbe des Lebens und ihr stillstehender Rhythmus an Dynamik und Bewegung. ‚Die Schlacht sei willkommen! Wer will dabei sein?‘ Mit den Auseinandersetzungen wurden wir wieder lebendig, wir vereinten unsere Willenskraft, und unser Verstand wurde herausgefordert.“ Die Unterschiede zwischen den drei Beispielen zeigen die Vielseitigkeit von Odehs Sprache, die sich bewegt zwischen Metapher und direkter Aussage und was an Realem dazwischen liegt. Wir können sagen, dass die Gesamtbedeutung ihrer beiden Bücher sich aus dieser Balance erschließt.

Die dritte Komponente ist die Rekonstruktion realer Personen, insbesondere der ihrer mitgefangenen Kolleginnen, denen sie zusätzliche Vitalität verleiht und sie in nahezu fiktive Romanfiguren verwandelt, ohne ihre Namen und ihre Rolle zu ändern. Damit zeigt sich eine tiefe Tendenz, die Gefangenen als Persönlichkeit ehren zu wollen und ihnen eigene menschliche Züge in einer Atmosphäre der Gefangenschaft zu verleihen, einer Atmosphäre, die in einer rein berichtenden Beschreibung eintönig und stagnierend erscheinen würde. Hier haben wir einen genialen Versuch, Kurzporträts von palästinensischen und nicht-palästinensischen Personen zu zeichnen, dessen Ziel sich nicht darauf beschränkt, die Situation des Gefängnisses und seine Bewohnerinnen zu dokumentieren, weil in der Tat auch ein umfassender, vielseitiger, menschlicher Rahmen gezeichnet wird, der die Methoden der Charakteranalyse, die auf dem Gebiet des modernen Roman angewendet werden, zulässt. Wenn der Leser nicht vorher gewusst hätte, dass Charaktere wie Nadia Bredley, Therese, Dr. Berger, Tiri Jansun, Rasmiyya, Afifa, Rufqa, Laila Odeh, Aida al-Qamari und Intisar Bsisu real existierende Personen sind, dann hätte er sie wegen ihrer Rollen für fiktive Charaktere gehalten.

Die vierte Komponente ist, dass Odeh in ihren Texten meidet, das tägliche Leben im Gefängnis einfach zu dokumentieren. Stattdessen tastet sie sich an mehrere Erzählstränge heran und knüpft aus aneinander gereihten Zellen- und Gefängnis-Anekdoten ein Text-Gewebe. Die Schriftstellerin bedient sich dabei auf erzählerisch brillante Weise einer Diversifizierung zwischen einer streng linearen sequentiellen Erzählweise, die die Geschichte vom Anfang bis zum Schluss erzählt, und einer intermittierenden Erzählweise, die die Vergangenheit in Form eines flashback zurückruft oder das gegenwärtige Ereignis einfriert bzw. es in die Zukunft katapultiert. Durch die Ausschweifungen entsteht so etwas wie ein Netzwerk von Kurzgeschichten. Einige von ihnen sind als solche erzählerisch vollständig, andere weisen eine offene Handlung auf, aus der sich nicht notwendigerweise ein bestimmtes Ende entwickeln muss, oder einige von ihnen bestehen zum Beispiel aus gesammelten Fragmenten von Ereignissen und Erinnerungen an einem einzigen Tag. Was diese Komponente so lebendig macht, ist, dass Odeh die Erzählung um das Atmosphärische erweitert durch Schilderungen kultureller Aktivitäten, die die Häftlinge im Gefängnis organisieren, einschließlich der Aufführung eines Theaterstücks „Geschichte ohne Anfang und ohne Ende“, inspiriert von Naguib Mahfouz‘ Erzählung „ Anfang und Ende“, oder das Herausbringen eines TV-Magazins!

Abschließend können wir allgemein sagen, dass Odeh ihre Gefängniserfahrungen in ihren Werken nicht nur literarisch niedergeschrieben hat, sondern dass sie versucht hat, eine Epoche des nationalen Kampfes der palästinensischen Frau umfassend zu würdigen – eine fruchtbare, ereignisreiche und ehrenhafte Epoche, die andernfalls in den persönlichen Notizen und individuellen Niederschriften geblieben wäre, wenn der dringende Ruf des Romanciers in ihr nicht erwacht wäre und sie nicht ihrem Volk, noch vor sich selbst, gerecht werden wollte, und damit ein großartiges literarisches Dokument dem Kulturerbe eines Landes schenkte, das früher einmal Palästina hieß, heute Palästina heißt und immerfort Palästina heißen wird.

Übersetzt von Abier Bushnaq